12. Branchentag kunststoffland NRW – spannendes Programm in innovativer Umgebung

Das kunststoffland NRW und die Hennecke GmbH & Co. KG haben am 30. November 2015 zum 12. Branchentag nach Sankt Augustin eingeladen. Rund 130 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zur Information, Diskussion und Vernetzung zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft beim landesweit wichtigsten Branchentreff. Im TECHCENTER des PURSpezialisten Hennecke präsentierten Top-Referenten neueste Innovationstrends und Aktuelles zu den Themen Leichtbau und Fachkräftesicherung.

Das neue TECHCENTER von Hennecke bot die ideale Kulisse für den Branchentreff. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 1000 Quadratmetern bündelt der PUR-Spezialist seine Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. In dem Anwendungstechnikum hat das Unternehmen eine Maschinenpalette aus den unterschiedlichsten PUDisziplinen aufgebaut, um neue Verfahren und Produkte zu kreieren. Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio des TECHCENTERs umfasst die Produktentwicklung und Produktoptimierung genauso wie die Prozessentwicklung und Rohstofferprobung unter seriennahen Bedingungen.

Die Palette reicht von der Verarbeitung von Hart-, Weich- und Integralschäumen, Elastomeren sowie Epoxidharzsystemen und reaktiven Thermoplasten bis hin zu RIM-, RRIM-, SRIM-, PUR-CSM-Faserverbund-, clearmelt®-, Skinmelt-, Sprayskin- und HP-RTM-Anwendungen. Dabei ist ein hand- oder robotergeführter Reaktionsgemischeintrag in offene und geschlossene Formen möglich.

In dieser innovativen Umgebung eröffnete Rolf Trippler, Geschäftsführer Vertrieb von Hennecke, die Vortragsreihe. Er spannte den historischen Bogen von der Gründung des Unternehmens bis heute und zeigte auf, wieviel Pionierarbeit Hennecke in der PUR-Verarbeitung geleistet hat. Bei seiner Begrüßung machte Hartwig Meier, LANXESS Deutschland GmbH und Vorsitzender des Vereins kunststoffland NRW, deutlich, dass Nordrhein-Westfalen zu den bedeutendsten Standorten der deutschen Kunststoff- und Kautschukindustrie zählt. Die Stärke sei die Folge einer starken Vernetzung und einer engen Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette, so Meier.

Über die Sichtweise der Politik berichtete Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer, Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW. Bei seinem Vortrag „Arbeit fair gestalten, Fachkräfte sichern – Chancen für die Kunststoffindustrie am Standort NRW“ forderte Dr. Schäffer wiederholt dazu auf, dass sich die Kunststoffindustrie noch stärker aktiv an der politischen Ausgestaltung der Rahmenbedingen beteiligen solle.

Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen, stellte die klassische Kunststoffverarbeitung bei dem Thema Leichtbau in den Mittelpunkt. Nicht nur Faser- oder die besonders gehypten Kohlenstofffaser-Verbundmaterialien leisten ihren Beitrag zum Leichtbau, auch andere Kunststoffe spielen eine deutlich größere Rolle bei dem Thema, als oftmals wahrgenommen werde.

Jens Winiarz, Vertriebsleiter CSM und neue Technologien von Hennecke, stellte Innovationen und Meilensteine des PUR-Spezialisten vor. Sein Vortrag demonstrierte die Vielseitigkeit und Innovationskraft von „Fascination PUR“ in beeindruckender Weise. Am Beispiel einer Autotür in Stahl-Kunststoff-Hybridbauweise erläuterte Winiarz, wie in enger Zusammenarbeit mit Thyssen Krupp das neuartige Türenkonzept in die Praxis umgesetzt wurde.

Als ein Vertreter der Rohstoffhersteller warf Dr. Hubert Ehbing, Covestro Deutschland AG, einen Blick in die Zukunft. Das Unternehmen forscht zurzeit intensiv daran, CO2 als Ersatz für Rohöl bei der Herstellung von Kunststoffmaterialien einzusetzen. Er sei fest davon überzeugt, so Dr. Ehbing, dass es sukzessive gelingen werde, immer größere Mengen CO2 in den kommenden Jahren zu verarbeiten.

Die abschließende Podiumsdiskussion mit Hartwig Meier, Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, Rolf Trippler und Reinhard Hoffmann, Geschäftsführer Gerhardi Kunststofftechnik GmbH, moderierte Dr. Bärbel Naderer, Geschäftsführerin vom kunststoffland NRW. Auch in diesem Jahr stand das Thema Fachkräftesicherung wieder an erster Stelle. Mit der steigenden Zahl der Flüchtlinge böten sich Chancen, die Innovationskraft in NRW weiterhin zu stärken. Das sei aber auch mit großen Herausforderungen an Politik und Unternehmen verknüpft, so der allgemeine Tenor.

In den Vortragspausen nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, an Werksführungen teilzunehmen und sich im TECHCENTER über die Maschinentechnik zur PU-Verarbeitung zu informieren. Auf besonderes Interesse stieß bei der Werksführung die Mischkopffertigung. Viele Teilnehmer waren erstaunt, dass das Know-how, die Fertigung der Mischköpfe und Ihrer Komponenten, sowie die Qualitätssicherung zu 100 Prozent im Hennecke-Werk beheimatet sind und dass dies weitgehend einmalig in der PU-Branche ist.

Im TECHCENTER konnten die Gäste an der kompakten Hochdruck- Dosiermaschine HIGHLINE den Mischkopf selbst in die Hand nehmen und einen zweikomponentigen PUR-Schaum in einen Becher füllen und die Expansion des reaktiven Gemischs hautnah miterleben. Auch der modularen Hochdruck-Dosiermaschine TOPLINE HK 650, die bis zu sechs Einzelkomponenten temperiert, evakuiert oder begast verarbeiten kann, konnte im Zusammenspiel mit Roboter und Werkzeugträger bei einer Live- Vorführung zugeschaut werden.

Des Weiteren standen im TECHCENTER eine STREAMLINE mit Presse und Roboter zur Herstellung von faserverstärkten Strukturbauteilen und eine drei-komponentige ELASTOLINE F, zur Verarbeitung von Gießsystemen und Rohstoffen zum Anschauen und Austausch von Fachwissen bereit.

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